FBM 2018 – unsere erste Buchmesse als wolkenfischerei

FBM 2018 – unsere erste Buchmesse als wolkenfischerei

Himmelherrje, gibt es hier auch Bücher oder nur Menschen?

Ein Wochenende voller toller Erlebnisse, Bücher, Eindrücke und vor allem eins – Menschen!


Freitag, 17:30 – zwei orientierungslose Menschen, ein ICE Richtung Frankfurt und keine Sitzplatzreservierung.
Nö – Anreise war Klasse! Ehrlich – Zugfahren ist toll! [nicht]

Gegen 21 Uhr waren wir in Frankfurt.
Fußläufig war unser Hotel zu erreichen und sehr schnell auch bezogen. Und hier, ganz ehrlich – absolute Empfehlung! Keine 50€ für ein Doppelzimmer mitten im Zentrum der Stadt und zur Messezeit? Echt in Ordnung. Man zahlt nur „den Luxus“ den man benötigt – das heißt für Fernseher oder WLAN war ein Aufpreis fällig. Nutzt man dies nicht, ist der Preis für uns unschlagbar. [unbezahlte Werbung für das easyhotel in Frankfurt]

Ins Bett gefallen und glücklich über das saubere Zimmer im siebten Stock, stieg uns ein beißender Geruch in die Nase. Stechend, scharf – es hat uns an Bleichmittel erinnert. Chemikalien?
Mit was wurde dieses Zimmer gereinigt?
Neben Hustanfällen, Würgereiz, Atemnot, tränenden Augen und brennenden Lippen wussten wir nicht wohin mit uns. Und klar, im siebten Stock Fenster öffnen funktioniert natürlich problemlos.

Wir können euch nicht sagen, wie krass dieser Geruch war – wie sehr unsere Augen und Lippen gebrannt hatten und wir kurz davor waren, das Zimmer zu verlassen und wütend zur Rezeption zu laufen.
Ein Blick zu Aline – ein Blick zu Lena – ein Blick auf unseren Jutebeutel.
Ist der Ollen wirklich das Pfefferspray in der Tasche ausgelaufen. Leute – kein Spaß! ES BRENNT AUS DER HÖLLE.

Keine Selbstverteidigung nötig. Wir attackieren und höchstens selbst. Haha #FAIL

Tür auf, Pfefferspray raus, Tür zu.
Beutel ausgewaschen. Lena und Aline völlig fertig.
Das Zimmer direkt voller Unordnung.

Ab ins Bett. Schöner wird es nicht.

Vorfreude auf Morgen!


Samstag, 09:00 – auf los geht’s los, aber wohin?

Mit Kaffee und Brötchen in der einen, dem Messeplan in der anderen Hand gingen wir gemütlich los.

Wohin, wussten wir nicht genau. Frei nach dem Motto: Immer der Nase nach – oder wer trödelt, hat mehr vom Leben.

Wir schlenderten in Halle drei.

Oder wie wir es heute nennen:  in „die Halle des Grauens“.
Kurze Frage: Ist das immer so?

Die Gänge waren überfüllt. Die Menschen waren genervt und haben gepöbelt, sobald man an Sie gekommen ist. Und mitten drin: diese vielen wundervollen Bücher. Und keine Möglichkeit sie in Ruhe durch zu stöbern.

Das Schöne zuerst: Man lernt Verlage kennen, die man eventuell gar nicht auf dem Schirm hatte. Wir haben jede Menge Kinderbücher entdeckt, die uns überzeugen und fesseln konnten. Die Aufmachung, die liebevollen Details – die kleinen Stände haben uns auf ganzer Linie überzeugt.

Beim Schlendern (oder sollen wir schieben sagen) durch die Gänge, trafen wir Yvonne von @seitenglueck und ihre Zwillingsschwester. Herzlich! Mehr können wir dazu gar nicht sagen. Selten wurden wir so freundlich von fremden Menschen angesprochen, ins Herz geschlossen und empfangen wie von diesen Beiden!
Ihr seid ein kleines Highlight dieser Messe gewesen. Definitiv.

Danach zogen wir weiter um uns einen Überblick zu verschaffen.
Zu internationalen Verlagen und stöberten in englischen, indischen, irischen und schwedischen Büchern. Entdeckten Israel, die Türkei oder Finnland in der schönsten Form – Bücher!

Das Bookstagramtreffen zog uns dann am Nachmittag zur Außenrolltreppe. Mit im Gepäck die liebe @seitenglueck.
Kurz vorher getroffen: Jacquelin @b00kaholic und wir schlossen uns Ihr an. So viele fremde Gesichter. So ein kunterbunter Haufen an verschiedener Menschen – alle mit einer Gemeinsamkeit: die Liebe zu Büchern. Wie verrückt!

Wenn wir ehrlich sein sollen, haben wir uns „mehr“ erhofft.
Haben uns mehr Austausch gewünscht.  Haben uns zum Teil fremd gefühlt und nicht zugehörig.

Dann kam die liebe Kim von @bookspumpkin und lockerte die Stimmung erheblich auf.
Wie schön, dass man sich auch gemeinsam fremd fühlen kann.

Erschöpft machten wir uns in Richtung Hotel. Bewaffnet mit 60cm purem Glück.
#pizzaislife


SONNTAG, 09:00 UHR – Bitte nicht schubsen, wir haben Bücher im Beutel.

Gemeinsam mit Yvonne und Ihrer Schwester, machten wir uns am Messesonntag auf den Weg.

Endlich mit einem Ziel: SEBASTIAN FITZEK.

Autogrammstunde sollte ab 10:00 Uhr sein. Wir waren pünktlich um 09:00 Uhr in der Messehalle und um 10 nach 9 am richtigen Stand.

Genau wie einhundertfünfzigtrillionen Andere. Echt jetzt? Wie geht das denn? Um 6 weitere Stände stand schon die Schlange. Und damit war unser Fitzektraum ausgeträumt.

So sehr können wir einen Menschen nicht mögen. Diese Schlange war für uns kein Kompromiss wert.
Das soll nicht böse klingen, aber wie sollen wir einen halben Tag in einer Schlange stehen – wenn es noch so viel Anderes zu sehen gibt?

Also schlenderten wir, gemäß unserem planlosen Vorhaben einfach weiter und freuten uns ein paar Schnäppchen zu ergattern.

Und das haben wir auch erfolgreich getan. Der Coppenrath Verlag, Hanser & der Dressler Verlag konnten uns diesen Tag versüßen. Unsere Ausbeute: Die Teri Terry Trilogie, zwei Schmuckausgaben von dem „Dschungelbuch“ und „die Schöne und das Biest“, „Marinka – die Reise nach dazwischen“ und „die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren“.

Hungrig ging es danach zum Mexikaner und wir schlossen den Tag über den Dächern von Frankfurt – im Skyline Garden ab.


UNSER FAZIT:

Positiv: Wir haben Menschen kennengelernt die wahnsinnig herzlich und offen auf uns zugekommen sind. Wir konnten Kontakte zu Verlagen knüpfen und unseren Blog nach „außen“ präsentieren. Wir haben Autoren gesehen, kennen gelernt und neues für uns entdeckt.

Aber letztendlich ist die Buchmesse – vielleicht auch nur in Frankfurt; kein Ort der uns nachhaltig bewegt oder begeistert hat. Für uns war es ein „großer Buchladen“ mit viel zu vielen Menschen, einer zu lauten Kulisse und zu wenig „neuem“, „außergewöhnlichem“, „beeindruckendem“.

Es wird immer so ein riiiiiiiesen Hype um diese Messe gemacht. Mit Herzchen hier und ein paar Likes dort. Es war eine Erfahrung. Auch eine positive, definitiv. Aber in unserer kleinen Buchhandlung in Saarbrücken fühlen wir uns wohler. Aufgehoben. Können uns ganz unserem gemeinsamen Hobby widmen: dem Lesen und der Liebe zu Büchern.

 

Wir schließen nicht aus, jemals wieder hin zu gehen – alleine wegen den Menschen die wir hier kennen lernen durften.
Aber vielleicht fühlen wir uns in Leipzig auf der Buchmesse wohler.

XO

Aline & Lena

 



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