[Rezension: STREIT! Eine Aufforderung von Meredith Haaf]

[Rezension: STREIT! Eine Aufforderung von Meredith Haaf]

In einer Welt voller Hasstiraden und Fremdenfeindlichkeit.
Voller Likes und Herzchen.
Ja, voll von Brexit, Trump und AFD – wird es Zeit das Argumentieren nicht zu verlernen. Das Diskutieren. Seinen Standpunkt zu vertreten, auf einer Art und Weise die uns zum Nachdenken anregt.
Wir schreien lauthals umher, doch sagen in Wahrheit nichts.
Nichts kommt an.
Nichts bleibt.
Und warum ändern wir ‚nichts‘ daran? ••


Ein besseres Gegeneinander für ein besseres Miteinander 
Streit ist interessant, Streit macht schlauer, Streit ist lebenswichtig – für eine Gesellschaft wie für den Einzelnen, beruflich und privat. Ein guter Streit zwingt uns zum Argumentieren und Nachdenken. In Zeiten von Flüchtlingskrise, AfD, Brexit und Trump bräuchten wir dringend eine optimale Streitfähigkeit. Doch stattdessen schreien wir lauthals aneinander vorbei, werten den anderen ab oder schweigen ihn nieder. Oder wir gehen auf Kuschelkurs und verteilen Herzchen, Likes und Smileys. Meredith Haaf fordert eine bessere Streitkultur und fragt: Was passiert mit einer Demokratie, der das Streiten abhandengekommen ist? Warum trauen wir uns nicht mehr, eine Position zu vertreten? Wie geht gutes Streiten überhaupt und wie können wir es wieder lernen?

[Klappentext]


 

Meredith Haaf ruft zum Streit auf. Nicht Zimperlich drescht sie damit auf eine Generation ein, welche mehr in die Breite als in die Tiefe argumentiert. Welche Social Media nutzt um Ihre Meinung kund zu tun, aber im „echten Leben“ das argumentieren gar verlernt hat.

Für seinen Standpunkt einzustehen und dafür wahrhaftig echte und tiefgründige Argumente zu haben, schaffen scheinbar – gerade in meiner Generation, nur die wenigsten.
Viele assoziieren den Begriff ‚Streit‘ mittlerweile mit einem persönlichen Angriff – gern unter der Gürtellinie, mit wenig Respekt dem Gegenüber. Sachliche Auseinandersetzungen, weichen Wutausbrüchen.

Und wenn ich ehrlich zu mir selbst bin – gewinnen meine Emotionen bei Diskussionen leider auch viel zu oft die Überhand. Rational das Thema des „Streitens“ zu betrachten, eigene Meinungen zu reflektieren und einen neuen Standpunkt zu bilden fällt den meisten dieser Generation scheinbar viel zu schwer.

Mit eigenen Streitbeispielen, einem Interview einer Mediatorin oder Zitaten aus Studien bringt Haaf oft Ihre Meinung auf den Punkt. Die Kunst des richtigen Streitens soll darin liegen, Themen ernst zu nehmen und gleichzeitig locker zu bleiben. Die Autorin macht vor wie es geht und überzeugt mich auf ganzer Linie.

Sie beschreibt Situationen sehr subjektiv und nimmt auch eindeutig Stellung zu aktuellen Themen, auch aus der Politik. Aber ihr Schreibstil, das Thema und Ihr Mut begeistern mich.

Ich will euch dieses Buch ans Herz legen.
Um euch eine eigene Meinung zu bilden.
Um das Thema vielleicht anders zu betrachten.

Aber vor allem habe ich zu diesem Buch wahnsinnigen Redebedarf und würde mich riesig darüber freuen, mich mit Euch auszutauschen.

XX, Lena

 

✰✰✰✰

vier von fünf Sternen

 

 

BUCHDETAILS:
Einband: gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 288

Erscheinungsdatum: 21.09.2018

ISBN: 978-3-423-28977-1

Verlag: dtv

Preis: 18,00 €

 

Dieses Buch habe ich als kostenfreies Rezensionsexemplar von dem dtv-Verlag erhalten.

 

 



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